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Persönliche Erfahrungen von Schülern mit "Hilfe durch Schülerinnen und Schüler"


"Wir sind über die Schule bzw. durch unseren Lehrer Stefan Kutsche auf das Sozialprojekt aufmerksam geworden. Den ersten Kontakt bekamen wir durch die Weihnachtsaktion 1992, für die wir im Klassenverband Päckchen für ältere, einsame Menschen packten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir allerdings noch keine Ahnung von den weiteren AG- Aktivitäten.
Näheres erfuhren wir erst ein Jahr später bei der Weihnachtsfeier, wobei wir beide ebenfalls wieder von Herrn Kutsche motiviert worden sind, uns doch anderweitig für das Projekt einzusetzen. Schließlich versuchten wir uns im Second- Hand- Lager und übernahmen später auch die Betreuung eines älteren Mannes. Wir unterstützten die AG bei Wettbewerben und nahmen an diversen Vorstellungen teil.
Nach dem Abitur blieben wir trotz der zeitlichen Begrenzung aufgrund von Berufsausbildung und Studium der Arbeitsgemeinschaft treu und unterstützen diese weiterhin durch Gruppenbetreuung und Hilfe bei Organisationen. Für uns ist die AG zu einem wichtigen, sinnvollen Hobby geworden."


"Die Arbeit in der AG ,Hilfe durch Schüler' gefällt mir, weil es ein gutes Gefühl ist, sich sozial zu engagieren, Kindern beim Lernen zu helfen, alten Menschen Weihnachten eine Freude zu machen, das kann glücklich machen. Vor allem, wenn man sieht, wie wenig manchmal viel sein kann, wie man als ,Starker' so leicht einem ,Schwachen' helfen kann.
Außerdem lernt man durch die AG andere Gleichaltrige kennen und schließt neue Freundschaften. Durch die regelmäßige Tätigkeit lernt man auch, von seinem Egoismus legen um sich auf andere Menschen zu konzentrieren, deren Probleme im Vergleich zu den eigenen wichtig und schwerwiegend erscheinen.
Durch die Menschliche Nähe verliert man nie den direkten Kontakt zur sozialen Außenwelt, gerade, wenn man sich manchmal nur mit Hausaufgaben und Fernsehen beschäftigt und einen das schlechte Wetter am Rausgehen hindert."


"Die Arbeit in der AG gibt mir das Gefühl, etwas Gutes zu tun in einer Welt, in der Gutes so selten ist. Ich lerne die Probleme und Sorgen hilfsbedürftiger Menschen kennen, z. B. von einem Obdachlosen bei der Weihnachtsfeier. Man selber freut sich auch, wenn die Leute, denen geholfen wurde, sich freuen."


"Heutzutage gibt es überall Verletzungen der Menschenrechte, Gewalttaten und zwischenmenschliche Konflikte, die immer mehr das Vertrauen zwischen den Menschen zerstören. Genau aus diesen Gründen sollte man doch etwas Courage besitzen und etwas dagegen unternehmen. Daher bin ich seit einigen Jahren ein Teil eines Sozialprojektes, das sich das Ziel gesetzt hat, das Vertrauen unter den Menschen (egal, welchen Alters) wieder ein bisschen aufzubauen. Egal, ob dies durch Besuchsdienste bei einsamen Menschen oder durch Verteilung von Kleidung an Bedürftige geschieht, der Zweck ist der gleiche."


"Die AG ,Hilfe durch Schüler' braucht man nicht mehr vorzustellen, sie ist inzwischen eine Institution mit Tradition an unserer Schule. Es gibt aber auch in dieser Gruppe Neuerungen: ,In diesem Jahr haben wir erstmals eine Freizeit in Wildemann veranstaltet. Denn anders wie bei anderen Arbeitsgemeinschaften wussten wir größtenteils nicht, welche Leute in unserer AG mitwirken, weil wir in ganz unterschiedlichen Bereichen aktiv sind. Deshalb war die Freizeit sehr wichtig, um durch gemeinschaftliches Kochen, Essen, Diskutieren, Singen und Schwimmen Kommunikation und Gemeinschaft zu fördern. Da zwei Tage nicht wirklich genügen, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen, wird diese Fahrt bestimmt nicht die letzte gewesen sein.', so Katrin Hillebrand." Auszug aus dem "Blättchen" des CvD- Gymnasiums"


Bericht einer Schülerin: "Ich bin 17 Jahre alt und gehe in die 11. Klasse des Christian-von-Dohm - Gymnasiums in Goslar. Ich bin dort Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft "Hilfe durch Schülerinnen und Schüler" und möchte, dass sich viel mehr Jugendliche in der Jugendarbeit engagieren. Dies könnte erreicht werden, wenn Jugendliche mehr über soziale Dienste wissen würden und die Erfahrung, die ich immer wieder gemacht habe: "Geben ist schöner als nehmen", mit mir teilen könnten.
In der AG gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Menschen zu helfen (unentgeltlich). Ich habe eine Alten- und eine Kinderbetreuung. Seit 1996 kümmere ich mich zusammen mit einem anderen Mädchen um eine allein stehende ältere Dame, die nach einem Schlaganfall nicht mehr so schwer heben darf.
Deshalb gehen wir für sie einkaufen, wenn größere Einkäufe anstehen oder sie unsere Hilfe braucht (z.B. beim Gardinen waschen und aufhängen, den Inhalt der Blumenkästen im Herbst auf den Kompost bringen, usw.). Allerdings sitzen wir auch gerne mit ihr bei einer Tasse Tee und selbstgebackenen Kuchen zusammen und hören ihr zu, wenn sie Geschichten aus ihrem Leben erzählt. Einige der Geschichten erzählt sie immer wieder, aber das macht nichts, wir sehen wie glücklich sie ist, wie ihr Gesicht zu strahlen beginnt und das ist für uns wichtig.
Wir verbringen viele schöne Stunden miteinander, lachen oft, sind manchmal auch traurig mit ihr, doch möchten wir die Zeit mit ihr nicht missen. Seit der 8. Klasse habe ich verschiedene Kinderbetreuungen durchgeführt. Zuerst betreute ich 2* die Woche ein neunjähriges Mädchen (2. Klasse, Grundschule), das große Lernschwierigkeiten in der Schule hatte und schwer Kontakt zu Gleichaltrigen fand. Ich habe zusammen mit ihr Hausaufgaben gemacht, mit ihr gespielt (z.B. auf einem Kinderspielplatz, wo sie Kinder in ihrem Alter traf). Ein Jahr später betreute ich einen 12- jährigen Jungen, der aus den neuen Bundesländern kam. Seine Eltern waren geschieden und er lebte bei seinem Vater, der hier umgeschult wurde. Sch half dem Jungen bei seinen Hausaufgaben und zwei Jungen der AG "Hilfe durch Schülerinnen und Schüler" gingen mit ihm ins Kino, ins Schwimmbad usw.
Zurzeit betreue ich neben der Altenbetreuung noch ein 16- jähriges Mädchen, das in die Hauptschule geht. Sie hat große Konzentrations- und Lernschwierigkeiten. Sie braucht Nachhilfe und eine Person zum Reden. Denn nicht nur alte Menschen, sondern auch dieses Mädchen ist [sind] oft einsam. Ich versuche ihr das Gefühl zu geben, dass ich für sie da bin, wenn sie jemanden zum Reden braucht."



Fragebogen an ehemalige Mitglieder, Auszüge der Antworten:


Wann haben Sie/ hast Du im Sozialprojekt mitgewirkt? In welcher Weise?

  • "Seit 2 Jahren mit verschiedenen Aktivitäten (Weihnachtsaktion, Süd- Ost- Asien, Nachhilfe)."
  • " 1986/1987 Weihnachtsaktion, backen, basteln, packen, Hausbesuche an den Festtagen."

Was ist Ihnen/Dir besonders in Erinnerung geblieben?

  • "Die älteren Leute, die sehr gerührt waren."
  • "Dass es viel Spaß gemacht hat, gemeinsam die Päckchen zusammen zu packen."
  • "Die vielen gemeinsamen Stunden haben mir gezeigt, dass es möglich ist, eine Freundschaft zwischen jungen und älteren Leuten aufzubauen- Negativ blieb mir der Tod von Charlotte H. in Erinnerung. Sie war eine richtig gute Freundin."
  • "Zahlreiche Gespräche mit den älteren Leuten; wie sehr sie sich freuen, Besuch zu haben."
  • "Wie einfach es ist, mit kleinen Dingen Freude zu bereiten."
  • "Lampe (Klassenkamerad) steckte Katzen von Kutsches in die Waschmaschine."
  • "Weihnachtspäckchen packen bei Kutsches (Katzen in der Waschmaschine!)"
  • "Der weihnachtlich- chaotische Flur bei Kutsches!"
  • "Die Herzlichkeit und das Engagement unseres gefürchteten Mathe- Lehrers"
  • "Die Traurigkeit und Rührung einer Beschenkten, deren Kinder nicht einmal zu Weihnachten zu Besuch kamen"
  • ""Keine speziellen Einzelereignisse. Insgesamt positive Erinnerung an gemeinsame Tätigkeit und Freude, anderen Freude zu bereiten und etwas zu helfen."
  • "Nette Abende mit den anderen Mitgliedern:2
  • "Die Dankbarkeit und Freundlichkeit, die die Familie gezeigt hat, bei der ich war."
  • "In Erinnerung blieb mir, kennen zu lernen, wie alte Menschen in Goslar leben. Ihre Freude zu spüren, wie auch an sie an Weihnachten gedacht wird, so manche Träne der Freude wurde auf beiden Seiten vergossen. Zum Anderen blieb mir auch der Zusammenhalt der Schülerschaft in Erinnerung und unser gemeinsames Tun, wo wir mit doch bescheidenen Mitteln viel auswirken konnten und ich als Quereinsteigerin neue Mitschüler kennen lernen konnte."

Hatte Ihre/deine Tätigkeit im Sozialprojekt Auswirkungen auf Berufswahl, persönliche Einstellungen/Entwicklungen damals und heute?

  • "Kann ich noch nicht so genau sagen, aber auf jeden Fall fördert es das soziale Denken."
  • "In manchen Hinsichten kann ich alte Menschen besser verstehen, als vor meiner Haupttätigkeit in der AG."
  • "Ich denke, die Weihnachtsaktion hat den Zusammenhalt unserer Klasse damals enorm gefördert und den Umgang miteinander positiv beeinflusst."
  • "Ich kann die alten Leute leichter verstehen und besser mit ihnen umgehen."
  • ""Man ist rücksichtsvoller alten Leuten gegenüber."
  • "Ja, nach Krankenpflegeausbildung und 10jähriger Berufstätigkeit Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Tätigkeit in der Seniorenberatung."
  • "Nein, man denkt nur anders über sozial Schwache."
  • "Nein, sicher nicht auf die Berufswahl; in jedem Fall wird man auf soziale Themen aufmerksamer schauen. Ich war damals sehr traurig darüber, wie einsam ein alter Mensch sein kann, denke aber auch, dass jeder das selbst beeinflussen kann; auch wenn man alt ist."
  • "Das Projekt, dessen Wirken ich in der Heimatzeitung mitverfolgen kann, gibt mir Bestätigung, dass aus den kleinen Anfängen (und viel Engagement) eine große Aktion werden kann. Dass persönlicher Einsatz und die Motivation, andere zu motivieren, viel auslösen kann. Neben der tatsächlich geleisteten Hilfe, die ankommt, finde ich es wichtig, dass sich gerade Schüler und gerade auch Schüler dieser Schulform sich Gedanken über Menschen ihrer Stadt machen und zum Teil unterschiedliche Lebenswelten kennen lernen. Aktives, gemeinsames und sinnhaftes Tun gibt Halt und stellt ein Gegengewicht dar."