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Leitfaden "Freiwilliges Soziales Engagement Junger Menschen"



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Wer Lust hat, sich mit den Erfahrungen aus dem Sozialprojekt “Hilfe durch Schülerinnen und Schüler“ noch weiter zu beschäftigen - vielleicht auch, um mitzumachen oder etwas Ähnliches durchzuführen – der kann sich dazu ein lebendiges Bild verschaffen.

Die Jugendlichen kommen selbst zu Wort: Sie haben gemeinsam mit Erwachsenen über ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse eine bunt bebilderte Broschüre geschrieben. Erfahrungen aus 22 Jahren mit dem Sozialprojekt „Hilfe durch Schülerinnen und Schüler“ wurden aufgearbeitet als Leitfaden für solche Projekte.

Freiwilliges Soziales Engagement Junger Menschen. Ein Leitfaden für soziale Projekte mit jungen Menschen, veranschaulicht durch das Sozialprojekt „Hilfe durch Schülerinnen und Schüler“ in Goslar.

ISBN 3-00-009270-6. Bezugsadresse: Freiwilligenagentur Goslar, Kaiserpassage, 38640 Goslar.



Rezension von Prof. Schulz aus Braunschweig


Zum Thema

In diesem Buch (oder besser in dieser Broschüre) stellt das Ehepaar Annegret und Stefan Kutsche, beide Gymnasiallehrer in Goslar, das von ihnen initiierte und federführend geleitete Sozialprojekt "Hilfe durch Schülerinnen und Schüler" vor, dessen Anfänge bis in das Jahr 1980 zurückreichen.

Ausgangspunkt war die Vorweihnachtszeit. Es ging um die vielen älteren Menschen, die zu Weihnachten alleine zu Hause sind und sich über einen Besuch freuen würden. 34 Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse in Goslar packten Päckchen und gingen los, um diese Menschen zu besuchen, ihnen ein Ständchen zu singen und für sie zu musizieren. Die "Weihnachtsaktion", heute noch eine der wichtigsten Aktivitäten des Projekts, war entstanden.

Heute, so kann man es der Statistik entnehmen, besuchen pro Jahr 70 bis 140 Schülerinnen und Schüler 100 bis 300 ältere Menschen zu Weihnachten. Viele Projekte sind hinzu gekommen: Betreuung alter und kranker Menschen, Kinder- und Jugendlichenbetreuung, Secondhandlager, intergenerative Weihnachtsfeier, generationsübergreifendes Theaterspielen, Miteinander der Generationen im Textilunterricht u.v.a.m. Bei diesen Projekten handelt sich um ausschließlich um freiwillige Tätigkeiten, das Engagement ist zeitlich begrenzt, die Art der Tätigkeit und die zeitlichen Belastungen werden auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten jedes Einzelnen zugeschnitten. Es gilt: Keine Überforderung, Schaffung von Freiräumen für selbständiges und eigenverantwortliches Handeln, keine Bezahlung der Tätigkeiten, auch keinerlei Aufwandsentschädigung, auch nicht für die beteiligten Erwachsenen, keinerlei Annahme von materiellen Gegenleistungen, sämtliche Unkosten werden ersetzt und keine Ausübung von professionellen Tätigkeiten. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, Kinder und Jugendliche zu stärken, ihre soziale und emotionale Kompetenz zu fördern, sie zu befähigen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu entwickeln und ihre Entscheidungskraft zu stärken.

Es geht um Gesundheitsförderung und Primärprävention. Es besteht allgemeiner Konsens darüber, daß solche unspezifischen Tätigkeiten dazu geeignet sind, so verschiedenen gesundheitsriskanten und abweichenden Verhaltensweisen und Krankheiten von Kindern und Jugendlichen wie z.B. Alkohol-, Tabak- und Drogenmißbrauch, Gewalt und Kriminalität und psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken, und spezifischen Maßnahmen vorzuziehen sind, da sie am umfassendsten und frühzeitigsten ansetzen. Dennoch haben es solche Ansätze immer noch schwer, sich durchzusetzen. Vor allem fehlt es an aufeinander abgestimmten und langfristig ausgerichteten Projekten. Eine Ausnahme in der bundesdeutschen Landschaft stellt das in Goslar beheimatete sogenannte Sozialprojekt dar, das mit diesem Buch erstmals einer größeren Fachöffentlichkeit vorgestellt wird.


Inhalt und Aufbau

Die Autoren informieren ausführlich und aus verschiedenen Blickwinkeln über das Projekt. Sie sprechen selbst von einem "Leitfaden für soziale Projekte mit jungen Menschen". Es handelt sich nicht nur um einen Rückblick und um eine Bestandsaufnahme, primär geht es den Autoren darum, daß andere von ihren langjährigen den Erfahrungen profitieren. Der Blick ist stets nach vorne gerichtet.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Darstellung der übergeordneten Ziele und dem konkreten Anliegen (u.a. sinnvolle, primärpräventive und gesunde Freizeitgestaltung ermöglichen, soziales Engagement bei Kindern und Jugendlichen aufbauen und dauerhaft unterstützen, eigenverantwortliches und demokratisches Handeln fördern). Dem folgt die Darstellung der Entstehung und Entwicklung des Sozialprojektes, ergänzt durch einen Rückblick einer Schülerin, die an der ersten Weihnachtsaktion 1980 teilgenommen hatte. Dann werden allgemeinen Arbeitsgrundsätze, die Organisationsstruktur sowie organisatorische Besonderheiten vorgestellt. Den größten Teil des Buches nimmt die Vorstellung der einzelnen Projekte ein. Die Autoren berichten nicht nur über die gelungenen Projekte und ihre Erfolge, auch die verschiedene Schwierigkeiten und Probleme der praktischen Arbeit und der Rekrutierung neuer Schülerinnen und Schüler sowie fehlgeschlagenen Projekte kommen zur Sprache. Im Anschluß daran wird die Bedeutung des Projektes für die helfenden Jugendlichen, für die betreuten alte und kranken Menschen, für die betreuten Kinder, Jugendlichen und bedürftigen Familien sowie für die beteiligten Erwachsenen — Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Ehemaligen, Müttern und Vätern und engagierten Seniorinnen und Senioren — herausgearbeitet. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Öffentlichkeitsarbeit und der kommunalen und überregionalen Vernetzung. Zum Schluß werden einige neue Projektideen vorgestellt.


Zielgruppe

Dieses Buch wendet sich in erster Linie an diejenigen, die "vor Ort" Projekte im sozialen Bereich von und mit ehrenamtlich tätigen Jugendliche initiieren und durchführen möchten, insbesondere an Lehrer, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Erzieher und Eltern. Auch Kommunalpolitiker und mit Jugendfragen befaßte Mitarbeiter der Kommunalverwaltung können von den Buch vielfältige Anregungen erhalten. Darüber hinaus wendet sich das Buch an alle, die im Bereich der Gesundheitsförderung und Primärprävention tätig sind, Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Erzieher usw.


Bewertung

Es handelt sich nicht um ein wissenschaftliches Buch, sondern um einen Erfahrungsbericht von Praktikern geschrieben für Praktiker. Der Leser wird nicht mit theoretischen Erörterungen und mit hohen Ansprüchen konfrontiert, wie ein Präventionsprojekt durchgeführt werden sollte, sondern wie es tatsächlich läuft. Nichts wird beschönigt. Das Buch ist sehr lebendig geschrieben, es erzeugt Betroffenheit und strahlt gleichzeitig Zuversicht aus. Zur guten Lesbarkeit tragen die vielen Erfahrungsberichte und Zitate der Beteiligten bei. Es enthält viele Fotos. Das Buch ist systematisch gegliedert und das Layout ist vorbildlich.

Das Projekt ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem "Schülerfriedenspreis 1994 des Landes Niedersachsen", 1995 durch das Bundesfamilienministerium "Wettbewerb Solidarität der Generationen", 1998 durch die Gmünder Ersatzkasse in Seesen "GEK-Jugendpreis", durch die HanseMerkur Versicherungsgruppe und den Deutschen Kinderschutzbund "Hanse Merkur Preis für Kinderschutz 1999" und 2000 durch die Universität Jena in Zusammenarbeit mit der Akademie für Bildungsreform und der Theodor-Heuss-Stiftung in Nürnberg als "Beispiel für demokratischen Handeln".


Fazit

Ein gut gegliedertes und verständlich geschriebenes Buch, das ein Präventionsprojekt aus verschiedenen Blickwinkeln umfassend vorstellt und dem viele Hinweise für künftige Projekte zu entnehmen sind. Ein Buch, das Mut macht. Es bleibt zu hoffen, daß das Projekt viele Nachahmer findet.


Rezensent: Prof. Dr. Wolfgang Schulz
Technische Universität Braunschweig
Institut für Psychologie
E-Mail wolfgang.schulz@tu-bs.de